Aus dem Überlebensmodus zurück ins Leben
speaker-1: Herzlich willkommen hier zurück bei dir in meinem Podcast. Und heute mit einem ganz besonderen Special Guest, liebe Nadine, ich begrüße dich ganz, ganz herzlich hier im Podcast. Schön, dass du da bist.
speaker-0: Ja, von Herzen danke für die Begrüßung, liebe Henriette, und vor allem auch für die Einladung. Ich habe mich da mega darüber gefreut, weil du selber auch die Themen zusammenbringst, die ich auch so spannend finde. Und damit dir darüber zu reden und vielleicht bisschen Inspiration für deine Community zu geben, habe ich riesig Lust drauf.
speaker-1: Ja, absolut. Absolute Herzensthemen, die du abdeckst. Meine absoluten Herzensthemen. Zumal ich eben jetzt auch gerade seit kurzem wieder mal in ayurvedischer Behandlung bin in Sachen Perimenopause und ich da echt gute Unterstützung erfahren habe. Deswegen dachte ich, als ich dich neulich auf irgendeinem Kongress gehört habe, dachte ich wow, Nadine möchte ich gerne hier haben. Ich mag gleich mit einer Frage starten. Du bist Neurologin und Ayurvederärztin.
speaker-1: sind jetzt erstmal zwei Dinge, die man nicht so wirklich miteinander zusammenbringen würde und es gibt wahrscheinlich nicht viele Neurologen auf der Welt, die auch Agro-Wiederärzte sind. Erzähl mir doch mal, du als Neurologin, das warst du ja zuerst, damit hast du ja gestartet, wie ging es denn deinem Nervensystem als, sag ich mal, Neurologin oder junge Fachärztin für Neurologie, wie ging es denn dem damals?
speaker-0: Ja, das darf man ja überhaupt gar nicht verraten als Nervensystem Expertin jetzt mit meinem Wissen heute, wie ich damals mit mir und meinem Nervensystem wirklich umgegangen bin. Tatsächlich grob zusammengefasst würde ich sagen, es ging ihm nicht gut. Das westliche System, das westliche Medizinsystem ist halt ein System, was einfach dir von vorneherein unglaublich viel abverlangt. Und man wird eigentlich schon
speaker-0: im Studium darauf trainiert, das auch auszuhalten. Und das gehört einfach dazu. Und das ist okay. Und da reden wir über Schichtsysteme und 24-Stunden-Dienste und über, ja, eigentlich kein Leben mehr haben, sondern nur noch arbeiten und essen und schlafen für das höhere Gut sozusagen. wir, das ist bei den meisten Ärzten, wir treten halt an.
speaker-0: weil wir was erreichen wollen, jetzt nicht die tolle Karriere unbedingt, sondern ich möchte was lernen, ich möchte was für meine Patienten tun und das ist eben in der Neurologie nicht anders als in allen anderen Fächern auch. Neurologen sind tatsächlich noch so ein bisschen, und ich habe das Gefühl, ist so eine primäre Persönlichkeit bei Menschen, die in der Neurologie landen.
speaker-0: Wir sind da sogar noch ein bisschen schlimmer, weil wir eben wirklich alles verstehen wollen und wirklich auch Zeit aufwenden mit den Patienten, zu versuchen, da einzutauchen. Und es gibt das westliche System nicht her, was dazu geführt hat, dass ich eben permanent Überstunden gemacht habe, immer über meine Grenzen gegangen bin und einfach in diesem System sehr früh gelernt habe, meinen Körper zu überhören, damit ich eben weiter funktionieren konnte.
speaker-0: Das hat sich irgendwann dann tatsächlich darin niedergespiegelt, dass mein Körper so laut schreien musste, dass ich nicht mehr weghören konnte. Und dann kam der Ei wieder in mein Leben sozusagen.
speaker-1: Genau. Kam Ayurveda in dein Leben oder hast du es gesucht und hat es dich gefunden? Wie war das? Wie war der Weg?
speaker-0: Tatsächlich hat es mich gefunden. Es hatte schon einmal angeklopft, ganz leise. Und da war ich noch nicht in der Lage, das Klopfen zu hören. Und zwar in meinem Studium. habe in Essen Medizin studiert. Und in Essen haben wir den ersten Lehrstuhl für Naturheilkunde. Und da wir deswegen auch ein Naturheilkunde-Praktikum gehabt. Und in dieser Klinik gibt es auch eine Ayurveda-Abteilung. Und damals als junge Medizinstudentin, super arrogant, war ich so...
speaker-0: Ja Naturheilkunde, was soll das denn schon sein? Evidenzbasierte Medizin. Und über Ayurveda haben wir uns erst recht kaputt gelacht und da war ich nicht in der Lage zu sehen, was das eigentlich wirklich ist. Und dann ja klopfte Ayurveda noch mal an im Rahmen einer Yoga-Lehrerausbildung. Yoga hat mich schon relativ früh gefunden in meinem Leben und irgendwann habe ich gedacht, jetzt tust du mal was für dich und machst diese Ausbildung. Und da kam dann Ayurveda und ganz plötzlich war dann so
speaker-0: mein Gott, das macht alles so unendlich viel Sinn. Denn neben der Überforderung, der Nervensystemdysregulation, die ich erlebt habe im Job, war da auch ganz große Frustration, weil es sich für mich einfach immer so anfühlte wie, ja, aber ich mache doch eigentlich gar nichts heile. Ich repariere, was akut kaputt geht. Aber so wirklich langfristig mache ich doch nichts im Leben von Patienten. Ich gehe nicht an die
speaker-0: primäre Ursache, sondern es geht einfach nur ums Reparieren irgendwie. Und das hat mir Ayurveda dann eben gegeben, dieses Tool, diese Möglichkeit zu verstehen, wo kommt das Problem eigentlich her und was kann ich eben an der Wurzel tun und eben nicht nur einfach am Symptom, nicht nur einfach die nächste Pille, die das Symptom besser macht und dann ist es halt alles gut, sondern was hat die Krankheit ausgelöst und was muss ich hier verändern, damit sie wieder weggeht? Und
speaker-0: Das war eine Offenbarung. Das war in meiner medizinischen Vorstellung so, okay, das geht. Ja. Und dann waren wir verliebt, Ayurveda und ich.
speaker-1: Spannend, spannend, spannend. Und was ich jetzt auch sehr spannend finde, wo ich jetzt gerade mal so gedacht habe, bist ja Neurologin, du solltest ja alles übers Nervensystem wissen, Nervensystemregulation und die Zuständen, wie parpo, was wir halt so lehren.
speaker-1: Ja, spannend. Das kam ja dann auch erst später, das Wissen eigentlich, oder? Also das Anwenden des Wissens, konkret wirklich die Nervensystemzustände zu erkennen und zu erkennen, okay, ich bin nun free, was mache ich denn jetzt? Das war ja dann zu dem Zeitpunkt auch eigentlich gar nicht.
speaker-0: Ich wünschte, Stephen Porges hätte auch schon deutlich früher an meine Tür geklopft. Ich denke, deine Hörer haben schon mal was von der Polyvagaltheorie gehört. ist ja auch mit in großes Thema für dich. Und erst darüber habe ich halt wirklich Nervensystem verstanden. Der Nervensystem, so wie wir es in der Uni gelernt haben, war halt, okay, da gibt es Sympathikus und Parasympathikus.
speaker-0: Und das sind halt Gegenspieler. Und wenn der eine aktiv ist, dann ist der andere eben nicht aktiv und fertig. Und das war alles, was wir so was autonome Nervensystem gelernt haben. Und deswegen war das für mich ja fast irrelevant. Also es war so dieses Ja, okay, verstehe ich. Wenn du Stress hast, dann geht das eine hoch und wenn du verdausst, dann geht das andere hoch. Fertig. Aber es war nichts, was wirklich in meiner Arbeit irgendwie Raum gefunden hat. Und tatsächlich bin ich zurückgekommen zum Nervensystem, als ich dann irgendwann
speaker-0: auch an die Ayurvedische Grenze gestoßen bin sozusagen. habe viele Jahre Ayurveda praktiziert, eben wirklich reines Ayurveda mit der Schulmedizin natürlich im Background. Die geht ja nicht verloren. Und habe dann eben gemerkt, okay, das ist ganz großartig, aber ich habe das Gefühl, ich habe immer noch Patienten, Klienten, wo ich nicht weiterkomme, wo ich tue und mache und wir versuchen alles und es geht irgendwie nicht.
speaker-0: Und dann kam eben Polyvagaltheorie und dieses Wissen darüber, wie funktioniert das Nervensystem eigentlich wirklich. Und das hat dann die Türen dazu geöffnet, dass ich sagen konnte, okay, es ist alles gut und schön. Aber wenn wir dann aktuellen Zustand nicht berücksichtigen, dann aktuellen Nervensystemzustand, dann kommen wir da auch nicht weiter. Und jetzt ist plötzlich das, das war wie das letzte Puzzlestück, was jemand in das Bild gedrückt hat. Und jetzt macht es plötzlich Sinn.
speaker-1: Ja, und ich glaube, ist genau der Punkt, über den wir heute sprechen wollen. Also meine Zielgruppe, hauptsächlich die alle sich verklagen, dass sie nur noch im Funktionsmodus sind, dass ihnen genau dieser Schritt fehlt, wieder ins Fühlen zu kommen. Ich weiß, dass das für dich auch bei deinem Insta-Account steht ganz groß, vom Funktionieren ins Fühlen.
speaker-1: Und ich finde, es ist halt so schwierig in der heutigen Gesellschaft. Ich merke es bei mir auch selber, selbst mit all den Tools, mit all dem Wissen, was ich in Hand habe. Irgendwie müssen wir funktionieren in dieser Gesellschaft. Als Selbstständige hat man vielleicht noch ein bisschen mehr Freiheiten, sich das selber einzuplanen. Aber es sind so viele in diesen Systemen einfach drin, stecken da drin. Patriarchale Gesellschaft, also da wird nicht auf Zyklus geachtet, da wird nicht auf die Menopause geachtet. Also Frauengesundheit nimmt einfach keinen Stellenwert ein.
speaker-1: Und wie gesagt, viele klagen bei mir, die jetzt zu mir kommen, sagen, ich bin aber so getriggert, meine Kinder triggern mich so, ich bin so gereizt, ich bin so genervt, ich bin nicht die Mama, die ich sein möchte, ich bin einfach überhaupt nicht mehr die Person, die ich sein möchte. Deswegen auch der Titel des Podcasts ist Zurück zu dir, also wirklich dieser Schritt, wie komme ich überhaupt zu mir? Und jetzt die Frage an dich, ja, wie bist du denn jetzt? Vielleicht kannst du einmal mit der Ayurveda-Brille und einmal mit der Nervensystemsbrille drauf schauen und darfst sie auch gerne beide gleichzeitig aufsetzen.
speaker-1: Wie kommst du vom, ja wie kommen wir vom Funktionieren unter all diesen gegebenen Umständen? Wie kommen wir ins Fühlen zurück als Frau, als Mutter aber auch? Und ja, genau, erstmal bis dahin.
speaker-0: Ja, gerade diese Kombination aus Nervensystem und Ayurveda-Brille finde ich gerade ganz spannend. Und was mir gekommen ist, als du diese Frage formuliert hast, war für mich so ein Stück weit dieses Verstehen, wer ich eigentlich bin, mich überhaupt fühlen zu können, extrem wichtig. Und dieses Verständnis hat mir Ayurveda halt erst gegeben, weil ich eben
speaker-0: Ich war super in meinem Job als Neurologin. Ich hatte so elle Bogen. Ich war wirklich extrem erfolgreich. Und ich habe das als meine Persönlichkeit angenommen. So bin ich nun mal einfach. Und über den Ayurveda habe ich eben verstanden, dass das eigentlich gar nicht mehr naturell ist. Über diese
speaker-0: sprechen da von Doschalehre, das jetzt alles zu erklären wäre unglaublich lang, ich könnte sagen Ayurveda hat ein sehr anderes Verständnis von der Welt als jetzt unser westliches System. Wir denken mehr in Elementen und wir ordnen eben allen Elementen Qualitäten zu. Und diese Qualitäten finden sich auch in uns wieder und eben nicht einfach nur körperlich, sondern wirklich auch in unserem Charakter, in unseren Bedürfnissen, in unseren Neigungen.
speaker-0: Und das Element, was ich vorher gelebt habe, war das Element Feuer. Je weder spricht man da vom Pittertypen. Und das Element, was ich eigentlich bin, und das durfte ich halt erfahren, das ist halt mehr Luft. bin halt mehr kreativ. Es ist mehr Leichtigkeit in mir, mehr bewegt, also gar nicht so starre Struktur, starre Systeme, sondern ja, so wie ich jetzt lebe tatsächlich. Und das war eben
speaker-0: Erstmal der ganz wichtige Schritt für mich und für viele Frauen, mit denen ich auch arbeite, ganz wichtiger Schritt zu erkennen, wer bin ich denn eigentlich wirklich, wenn ich diese ganzen Rollen, die ich spielen muss, diese ganzen Fassaden, die ich mir aufsetzen muss, ganzen Bedürfnisse von anderen, die ich bedienen muss, wenn ich das alles ablegen würde, wer bin ich eigentlich wirklich?
speaker-0: Und was sind dann meine Bedürfnisse, wenn ich das wäre, die ich vielleicht heute noch nicht spüre und lebe. Und das hat für mich wirklich alle Türen geöffnet. darüber bin ich dann dank der Arbeit auch mit meinem Nervensystem, wo ich verstanden habe, na ja, das passte ja auch. Du hast die ganze Zeit im Feuerelement gelebt und dein Sympathikus war die ganze Zeit auf Dauer an. Wenn wir Ayurveda und Nervensystemarbeit
speaker-0: halt übereinander legen, würde man sagen, ja, das ist total ne Sympathikus, Feuerelement. Das ist genau das Gleiche, dieses Kämpfen, was ich mal getan habe. Und das ist die Qualität, die du generiert hast in deinem Leben. Und eben wirklich mich wieder so fühlen zu können, wie ich bin, ist halt die Frage, wie kann ich diese Qualität aus meinem Leben letztendlich rausholen oder zumindest so weit rausholen. Wir müssen ja immer noch funktionieren, wie du sagst, ne. Die Gesellschaft erlaubt uns nicht zu sagen, okay.
speaker-0: Ich bin jetzt einfach mal die kreative Blume, so durch die Gegend in die Biene, die über die Blumen hüpft und so. Das geht immer nicht. zumindest so weit, dass es möglich ist, mich als mich selber wieder zu spüren. Und über diesen Zugang habe ich das Gefühl gehabt, kamen wirklich auch Praxis wie Interrozeptionspraxis. Also die Körperwahrnehmung kam dann eben auch wirklich erst an. Ich habe meinen Körper vorher gar nicht gespürt. Ich habe ihn einfach ausgeschaltet, weil er ja im Weg war.
speaker-0: mit meinem ganzen Pitter und meinem ganzen Sympathikus und dem ganzen Feuer. Und ich glaube, diese Kombination ist halt so spannend. Nicht einfach nur, okay, wir sind alle dissoziiert, wir können uns alle nicht spüren, wir setzen uns jetzt hin und spüren uns mal, sondern wer bin ich denn auch, den ich da spüren soll überhaupt? Und was hält mich in meinem Leben davon ab? Ja.
speaker-1: Du hast gerade etwas gesagt mit dem Körper. Ich konnte mit meinem Körper gar nichts anfangen. Und vielleicht ist das auch ein guter Übergang zu einem weiteren Thema, was ich gerne heute mit einfügen möchte, die Perimenopause. Wir hatten schon einen Podcast zum Zyklus der Frau und viele meiner Klientinnen sind aber gerade auf dem Weg, fett in die Perimenopause. Und ich weiß, dass du auch super viel Wissen dazu hast.
speaker-1: Ich dann auch erst begriffen, mir wurde dann auch gesagt, dass in der Perimenopause eben auch die Doshas sich ändern, also dann eher Richtung Vata hin. Und viele sagen, dass sie ihren Körper, dass sie sich verraten fühlen von ihrem Körper oder dass sie einfach diesen Körper so als Fremdkörper, als störendes Element in ihrem Leben wahrnehmen, weil einfach nichts mehr so funktioniert. Und ich merke es selber gerade bei mir, ich denke verdammt.
speaker-1: Wie gesagt, ich habe alle Tools in der Hand, kenne mein Nervensystem und trotzdem ist alles durcheinander. Auf einmal sind die Blutwerte durcheinander, die jahrzehntelang in Ordnung waren. ich denke so, verdammt, wie kann das sein? Ich ernähre mich gesünder, geht es nicht. Und trotzdem, was passiert da in mir? Also was die Stimmungsschwankungen und Schlaf und was alles dazu gehört. Komische Symptome, die man vorher nie hatte. Alle reden von Hitzewallungen, habe ich noch nie gehabt, wirklich so.
speaker-1: ganz andere Symptome, wo ich so denke, wie kann das sein? das ist ja nun auch wieder gar eine Phase für viele Mütter, so wie ich auch, jetzt auch noch ein vorpuppertierendes Kind hier habe, der auch der Hormonmix noch dazukommt. Also wir sind eigentlich in einer Phase, wo wir uns eigentlich eher zurückziehen wollen und eher so, lass mich doch in Ruhe. Aber nein, wir sind voll im Leben und wollen unser Business weiter leben oder Karriere machen oder oder oder. Und wie gesagt, dieser dieser Kontakt zum Körper, dadurch irgendwie auch verloren wird, weil ich ihn nicht mehr ernst nehme.
speaker-1: und vor allem, weil er mich stört, weil er einfach so was anderes macht, als ich eigentlich möchte. Wie kannst du das oder kannst du da uns ein bisschen mitnehmen, wie wir das verstehen können, auch wieder nervensystemstechnisch und ayurvedertechnisch, weil ich finde, gehört ja auch beides zusammen, weil im Nervensystem die Hormone wirken aufs Nervensystem und andersrum, wie wir das besser verstehen können, dass wir vielleicht unseren Körper so ein bisschen liebevoller vielleicht dann auch betrachten können.
speaker-0: Ja, Ayurveda hat ja wirklich eine sehr liebevolle Herangehensweise, denn Ayurveda blickt auf die Perimenopause, Menopause, auf diese ganze Lebensphase der Frau ganz anders als wir im Westen. Für uns ist das halt so, da ist was kaputt, wir müssen Hormone nehmen, da werden nicht mehr genug Hormone produziert, wir müssen es irgendwie abpuffern, damit wir weiter funktionstüchtig bleiben. Und wenn Ayurveda, du gerade schon gesagt hast,
speaker-0: Schauen wir da auch durch die Doshabrille, also auch wieder welche Elemente sind hier in dieser Lebensphase im Vordergrund. Wir haben eben drei Doshas und damit immer drei Lebensphasen oder drei Phasen bezogen auf alles. unser Leben beginnt mit dem Erdelement, das wir eben brauchen, zu wachsen und zu gedeihen als kleine Kinder.
speaker-0: mit der und deswegen finde ich spannend, dass du sagst, ne, pubertierende Kinder, mit der Pubertät gehen wir dann in die Feuer- oder Pitta-Phase des Lebens über, wo wir halt das Feuer, ne, der Transformation, der Veränderung brauchen. Wir brauchen diesen Bums ne, wie ich, erfolgreiche Oberärztin in der Klinik zu werden, eine Familie gründen, ein Haus bauen, was weiß ich nicht was. Das ist genauso gemeint. Und mit den Wechseljahren, Wechsel, ne, gehen wir
speaker-0: in die nächste Lebensphase über in die Warta-Phase des Lebens. Und Warta ist eben vor allem ein Luftelement und hat eben diese sehr leichten, sehr dynamischen, sehr instabilen Qualitäten, was immer als sehr negativ gesehen wird, was uns aber eben auch kreativ macht, sehr feinfühlig, sehr, sehr, ja, viele sagen immer sprunghaft, ich finde das was sehr Positives. Wir sind halt einfach auch sehr spontan und
speaker-0: Diese Qualität wirkt eben auf uns ein und warum viele Frauen dieses Gefühl haben von, mein Körper spielt nicht mehr mit, der arbeitet gegen mich, ich bin gar nicht mehr, wer ich war. Das ist eben weil dieses Feuer, was wir in der vorherigen Phase hatten, so langsam erlischt und eben dieses Luftelement so langsam ansteigt. Und das bringt eine ganz andere Qualität in unser Leben. Ich habe eine amerikanische Kollegin, die
speaker-0: Die beschreibt das immer ihre Klientin, sagen immer, I lost my mojo. Ich hab so meine Lebenskraft, meine Power verloren. bin wie, das hätte mich einer ausgeknipst irgendwie. Und dann muss ich aber gleichzeitig so funktionieren wie vorher, weil ich ja noch Kinder habe, die mich brauchen und Job habe und und und. Und das ist eben die riesengroße Herausforderung. Und es ist halt tatsächlich so, Ayurveda ist ein ja tausendealtes Medizinsystem.
speaker-0: Es versteht den Menschen tatsächlich noch so, er eigentlich mal gemeint war. Und das bedeutet eben, über ganz viele Jahrhunderte und Jahrtausende, wir haben viel früher Kinder bekommen, als wir das jetzt tun. Das bedeutet, wenn wir in diese Phase unseres Lebens eingetreten sind, dann waren die eigentlich aus dem Größten raus und wir waren sozusagen fertig.
speaker-0: Wir haben in Familiensystemen gelebt. Das bedeutet, wir mussten dann auch nicht mehr so viel tun, weil ja die Kinder, die schon fertig waren, sich jetzt mittlerweile gekümmert hatten. Und dann konnten wir eben easy in diese Lebensphase einsteigen. Man nennt das auch immer je wieder gerne die Phase der Waisenfrau, weil es die Phase ist, in der wir unsere Lebenserfahrung an die nächste Generation weitergeben sollen und eben keine Aufgabe mehr im Leben haben, außer das.
speaker-0: Jetzt leben wir aber im 21. Jahrhundert, wo wir durchschnittlich einfach deutlich später Kinder bekommen, wo wir in die Wechseljahre eintauchen und häufig auch schon viel früher als normalerweise und eben in einer vollen Verantwortung für ein Leben sind. Und da stoßen diese beiden Probleme einfach massivst aneinander. Und jetzt nehmen wir die Nervensystembrille wieder da drüber. Ne? Pitta-Phase.
speaker-0: Parasympathische Phase, wir müssen schaffen, machen, tun und dann gehen wir in die nächste Lebensphase über, die dafür nicht mehr gemeint ist. Und wir müssen aber, das Leben weiter gestalten zu können, die ganze Zeit in der Sympathikusaktivierung bleiben sozusagen. Und jetzt wird es richtig gemein, wenn wir jetzt noch die Hormone dazu nehmen, Östrogene haben tatsächlich eine Puffer Wirkung auf unser autonomes Nervensystem. Und in dem Moment, wo dieser Puffer
speaker-0: immer mal wieder wegfällt. sind ja jetzt gerade so im Wechsel. Das ist noch nicht ganz aus. Das System hat sich noch nicht ganz umgestellt. Jetzt fällt dieser Puffer immer mal wieder weg. Das bedeutet, es wird alles noch intensiver. Wenn wir jetzt getriggert werden durch irgendwas und der Sympathikus steigt an und wir sind aktiviert, dann ist es noch intensiver, weil uns das Astrogen eben an manchen Stellen einfach fehlt. Und das macht eben, dass sich gerade alles so grauenvoll schlimm anfühlt.
speaker-0: Und wir hatten Gefühl, wir können eigentlich gar nichts machen, weil alles, was wir vorher gemacht haben, was wunderbar funktioniert hat, funktioniert plötzlich nicht mehr. Und ich kann da gerade ein langes und trauriges Liedchen von singen, denn ich bin genau in der gleichen Lebensphase und mich hat es hart erwischt und ich war wirklich drei Monate...
speaker-0: im Dauer Freeze gefühlt. Ich war in super vertiekt. Ich bin wirklich richtig fertig gewesen. Musste aber mein Business weiterführen. Geht ja nicht anders in sie. Man muss ja Geld verdienen. Und hab dann natürlich erst mal alles abklären lassen. Hormone und war beim Gönnen und überhaupt. Und also nicht Hormone die weiblichen, sondern Schilddrüse. Ist da alles okay? Und wie ist mit meiner Ernährung und so? Und irgendwann habe ich dann festgestellt, okay, alles gut. Bis jetzt wohl Perimeno-Pasad. Ich bin jetzt 45. Habe ich gedacht, ja, kann gut sein.
speaker-0: Und dann habe ich mich da wirklich mit hingesetzt und habe dann wirklich mal aussortiert, was ich eigentlich gerade alles tue, was mich unnötig Energie kostet, im Hinblick eben darauf, dass das nun mal jetzt einfach mein neues Normal ist, erstmal in dieser Wechselphase und ich eben damit umgehen muss und nicht dieses, okay, was kann ich jetzt machen, damit das weggeht im Sinne von, welche Hormone kann ich schlucken oder welche ayurvedischen Kräuter kann ich nehmen oder keine Ahnung, sondern es geht halt viel mehr oder ging bei mir sehr einen
speaker-0: annehmen in dem Moment und verstehen, warum bin ich denn so energieleer? Weil ich eben gegen einen Widerstand weiter gerannt bin im Sympathikus und irgendwann ist einfach der, ne, gehen wir in den Allostatic Overload, die Energie ist zu Ende, Dorsalavagus, Shutdown, und dann geht einfach gar nichts mehr. Und das erreicht viele Frauen dann irgendwann, wenn sie eben mit Gewalt gegen diese Symptome ankämpfen, anstatt zu fragen, was sagt mir das denn jetzt eigentlich?
speaker-0: worum geht es eigentlich jetzt hier gerade wirklich und wenn das Verständnis fehlt von, das ist von der Natur nicht so gemeint, dass wir jetzt noch Haushalt führen, Geld verdienen, Businesses kreieren und sonst irgendwas und trotzdem muss es funktionieren.
speaker-1: Ja, da holst du mich gerade wunderbar ab. Sönnlich. Ja, genau das Gleiche. Das auch so dieses Gefühl so verdammt. Ich stecke im Freeze Fest und ich komme nicht raus. Und dann auch noch so dieser Gedanke, ich solltest doch wissen, eine gute Freundin, weil du dann auch so, Henriette, wenn es dir schon so schlecht geht und du doch eigentlich alles in der Hand hast und doch genau weißt. meine, die auch nur so, nee, ist nicht.
speaker-1: Wie sieht es denn aus? Das habe ich mich auch in meiner persönlichen Situation gefragt mit Trennung. Die kam bei mir noch dazu. noch on top. Super. super. Nur so zurück zu dir in 100 Prozent oder in einem. Das ist doch ein Ad-Hoc. So im Sturzflug, sage ich mal. Da habe ich mich dann auch gefragt, weil die Symptome begannen danach, wo ich mich dann gefragt habe, Stress könnte ich mir jetzt gut vorstellen, hat.
speaker-1: Das hat einen Einfluss auf eine, also ich bin jetzt total im Alter, mit Perimenopause ist alles okay, nicht verfrüht oder so, aber hat das auch einen Einfluss darauf, dass die Perimenopause dann startet oder losgetreten wird, also kann man das auch sagen, Stress hat Auswirkungen auf die Hormone, aber kann das auch sein, eine Freundin ist nämlich ganz früh in die Perimenopause gestartet und meinte auch, das war ein ganz ganz stressiger Lebensabschnitt für sie. Wie siehst du das?
speaker-0: Ich glaube, das ist schwer, ganz pauschal zu sagen. Ich glaube aber, dass Stress einen großen Einfluss darauf hat, dass wir schneller an unsere Reserven kommen. Wenn du dir das, also wenn ich mir jetzt vorstelle, ich hätte mich jetzt in der Phase auch noch von meinem Partner getrennt, gibt die AYA. Das kostet ja wahnsinnig viel Energie. sind schon im
speaker-0: im Dauerrennen. sind schon im Allostatic oder auf dem Weg zu unserem Allostatic Overload. Das System hat schon eigentlich seine Energiereserven beinahe aufgebraucht und dann kommt der Tropfen letztlich, der das fast zum Überlaufen bringt. Also eine Phase, noch stressiger ist als unser Alltagsstress sozusagen. Und das macht es dann meistens manifest, was der Körper lange noch kompensieren konnte. Also was sich lange
speaker-0: noch nicht den körperlichen Symptomen gezeigt hat. Denn wenn wir uns, jetzt wieder Nervensystembrille, wenn wir uns Interrozeption angucken, das was wir, also Körperwahrnehmung, das was wir als Interrozeption wahrnehmen, also die Sprache meines Körpers, meine körperlichen Symptome, das ist im Endeffekt ja erst das, was passiert, wenn der Körper selber nicht mehr regulieren kann. Wir sprechen ja viel von Promeostase, also der Fähigkeit unseres Körpers eben
speaker-0: alle möglichen Dinge ganz alleine aufrecht zu erhalten, ohne unser Zutun. Das ist ja auch die Aufgabe des autonomen Nervensystems und nicht nur Fight, Flight, Freeze. Und solange der Korpus eben schafft, sich irgendwie noch in der Homostase zu halten, spricht er ja nicht mit uns, weil er braucht nichts von uns. Und wenn der anfängt zu sprechen, bedeutet das Hallo, ich schaff das nicht mehr alleine. Könntest du jetzt bitte reagieren?
speaker-0: Und das bedeutet eben für viele Frauen, sich gerade so on the edge befinden, eben eigentlich schon drin sind, aber eben wie gesagt, dass ich hab mich super ernährt, war alles ganz großartig, die lange Homöostase aufgerechterhalten konnten, dass dann einfach eine Sache passiert, wie zum Beispiel eine Trennung oder was weiß ich, vielleicht auch eine positive Sache. Ich habe in dieser Lebensphase mal eben meinen Arztberuf aufgegeben und Business gegründet, ist was total Positives.
speaker-0: Kost aber Energie. Und das kann dann eben wirklich das Gefühl vermitteln, das hat das ausgelöst. Und dabei war es eigentlich tatsächlich dann eben der Moment, wo der Körper nicht mehr selber kompensieren konnte und dann angefangen hat zu sprechen und uns Hitzewellen, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen, was weiß ich nicht, was schickt, zu sagen, könntest du jetzt mal bitte agieren, ich schaffe nicht mehr alleine. Und dazu kommt natürlich auch noch
speaker-0: dass wir eben, sind ein komplexes System. Wir sind ja nicht nur Hormone. Wir sind ja nicht nur Fight, Flight, Breeze, sondern es passiert so viel in uns. wenn wir gucken uns alleine die Mikrobiomforschung an, wir haben so viel über den Körper gelernt, mittlerweile aus dieser Ecke. Und wir wissen eben, dass die, unser Mikrobiom, also unsere Darmbakterien eng verbunden sind mit unserem Hormonsystem, dass die Darmbakterien tatsächlich mit dem Östrogen auch was zu tun haben, wäre jetzt zu tief da einzutauchen.
speaker-0: Aber wir wissen auch, dass sich die Qualität unseres Mikrobiums, unserer Darmbakterien unter Stress verschlechtert. Das bedeutet weniger gute Darmbakterien, weniger gute Regulation im Estrogensystem. Das heißt, ein Körper, sich schon auf den Weg in die Wechseljahre bewegt.
speaker-0: der noch keine Symptome gemacht hat. dann Stress draufkommt, das Mikrobiom kippt, mörbt man ja manchmal eine Ausmäh-Verdauung. Also verändere mehr Verstopfungen, mehr Blehungen und überhaupt. Und dann plötzlich das Mikrobiom nicht mehr in unserem Hormonhaushalt aktiv sein kann. Dann betreten plötzlich Symptome auf, die vorher gar nicht da waren. Und so könnte ich wahrscheinlich jetzt weiß Gott, wie viele Pathways nennen, die darauf Einfluss nehmen. Aber am Ende des Tages ist es meistens wirklich dieses
speaker-0: Der Körper konnte noch regulieren und dann ist irgendwas passiert und dann war halt einfach vorbei. Und dann fühlt sich das an, wie sei das plötzlich alles auf einmal da gewesen. Für mich auch. Definitiv. Gestern war doch noch alles gut. Was ist eigentlich los?
speaker-1: Ja, jetzt könnte ich mir vorstellen, dass einige Hörerinnen etwas verzweifelt sind oder frustriert oder enttäuscht oder weil sie so denken, toll, die beiden sitzen da und erzählen mir, dass es ihnen genauso schlecht ging und dass man irgendwie nichts gefühlt tun kann. Lass uns doch mal schauen, gibt es denn Dinge? Es ist sehr individuell, also gibt es ja nicht das Rezept, was du jetzt hier verbreiten kannst und sagen kannst, nimm jetzt keine Ahnung was und dann wird alles gut.
speaker-1: Also individuell sich beraten lassen, würde ich auf jeden Fall empfehlen, da individuell drauf zu schauen. Ich fand das jetzt auch noch ganz ganz schön, dass du einfach gesagt hast, dieses auf die eigene Situation zu schauen, nochmal zu gucken, okay, was sind meine Stressoren, habe ich die Tage auch nochmal für mich gecheckt, so, okay, was ist eigentlich der größte Stressor eigentlich? Kann ich da ein bisschen was von rausnehmen? Was kann ich vielleicht jetzt einfach mal streichen und einfach so Augen zu und das schalte ich jetzt einfach mal aus, weil das jetzt gerade nicht überlebenswichtig ist.
speaker-1: Also so bisschen da, glaube ich, hinschauen, auf Lebensstil vielleicht auch. Das Annehmen fand ich auch sehr, schön, dass du mal gesagt hast, dieses wirklich als Phase annehmen und das zu akzeptieren, dass der Körper da jetzt durch diese Phase geht. Für mich war es auch ein Prozess, für mich war es auch emotional ein Prozess zu verstehen, dass diese Phase der
speaker-1: Fortpflanzungsfähigkeit jetzt zu Ende geht, also so dieses Leben der Frau, die dazu da ist, Leben in die Welt zu bringen durch Kinder, dass das jetzt zu Ende geht und dass ich jetzt sozusagen diese zweite Hälfte des Lebens da eintrete, wo viele sagen, ja die Weisheit und so, das gefällt mir dann auch wieder ganz gut, ja. Es ist auch so eine Regression, es ist eine Regression auf allen Ebenen.
speaker-0: Ja, schon.
speaker-1: Das war für mich auch wirklich noch mal so ein Punkt, an dem ich erstmal so bisschen arbeiten musste mit mir, wo ich so ein bisschen durchgehen musste. Aber gibt es denn Dinge, wo du sagen kannst, hey, gibt es einen Tipp, zwei oder drei, was du einfach noch den Hörerinnen vielleicht gerne mitgeben würdest, was sie vielleicht aktuell tun könnten, wenn sie merken, was geht jetzt los? Kann man es vielleicht auch präventiv schon gut irgendwas machen?
speaker-0: Also tatsächlich, und das mag ich im Algeveder eben auch, wir sagen immer, Wechseljahrstherapie beginnt eigentlich mit der Menache, also mit der ersten Blutung und nicht erst dann, wenn die Blutung aufhört sozusagen. geht eben wirklich im Algeveder wirklich darum, vorher in einem regulierten, in einem balancierten Zustand zu sein.
speaker-0: dann, wenn eben dieses Auf und Ab stattfindet, diese formelle Hin und Her so gut wie möglich gewappnet zu sein. Aber auch das ist natürlich leichter gesagt als getan, weil wir eben in Welt leben, die das nicht unbedingt erlaubt und weil wir vielleicht einfach auch nicht all die Tools haben, die wir gerne hätten, das zu ermöglichen und deswegen so wirklich, ja was sollte ich prophylaktisch machen? Ich glaube, dass wir definitiv
speaker-0: besser werden dürfen und ich auch darin eben nicht so sehr auf das zu hören, was uns heutzutage so erzählt wird, was man alles zu machen hat und Morgenroutine und Abendroutine und diesen Sport und dieses Supplements und das und das und das, sondern besser zu werden, wirklich darauf einzugehen oder darauf zu reagieren, was mein ganz eigener Körper mir sagt.
speaker-0: Und was das für die unterschiedlichen Bereiche in meinem Leben bedeuten könnte. Ich arbeite gerne, wenn ich mit Klienten arbeite, wirklich mit Lebensbereichen. Das sind meine Bereiche der Gesundheit. Das ist eben einmal die Ernährung, ist Bewegung, ist Schlaf, definitiv und endlich wichtig. Das ist alles, was mit dem Thema Regulation, Entspannung zu tun hat und Beziehung, super wichtig. Mit dem hast du ja auch gearbeitet. Mit dem Thema habe ich tatsächlich
speaker-0: auch gerade ganz intensiv. Ich habe gerade nochmal eine Therapie angefangen, weil ich eben festgestellt habe, okay, ich habe keine großen Probleme mit meinem Partner, aber ich habe festgestellt, da ist ganz schön viel Energie, mir da flöten geht auf der Ebene. Und ich glaube, die Frage ist eben wirklich, wenn wir jetzt zurückgehen zu dieser Hypothese von, wir geben über die ganze Lebensphase vorher unendlich viel Energie aus, weil wir ständig im Feuer sind und irgendwann dekompensiert das System, weil keine Energie mehr da ist.
speaker-0: Wie können wir uns in diesen verschiedenen Lebensbereichen, die sozusagen ja dann das ganze Leben abdecken, da eben wirklich Energie zurückholen oder wirklich schauen, wie kann ich da nicht mehr Energie ausgeben als nötig. Und für mich ist es eben häufig so, wie du auch gerade gesagt hast, es ist vor allem erstmal wegstreichen. Oft lasse ich wirklich meine Klientin auch alles erstmal wegstreichen und dann arbeiten wir uns Step by Step daran,
speaker-0: Was brauchst du eigentlich wirklich? Und mit alles wegstreichen meine ich halt wirklich alles, wir so denken, was wir machen müssen, damit wir gesund bleiben, damit es uns gut geht, dann eben wirklich eher trial and error auszuprobieren, was brauchen wir. Denn im Endeffekt spricht unser Körper mit uns und wenn uns was gut tut, dann ist es okay. Und wenn uns was nicht gut tut, dann ist es eben nicht okay. Und ich kann halt permanent eben wirklich
speaker-0: nicht permanent, weil wir haben ja auch andere Sachen zu tun, aber ich kann theoretisch immer wieder bei mir einchecken und gucken, okay, wo stehe ich in diesem Bereich jetzt gerade und was wäre jetzt der nächste kleine Schritt, ich tun kann, hier mehr Energie zu kreieren oder was wegzunehmen, was mir Energie kostet im Endeffekt. ich glaube, ist das Wichtigste. Wir könnten jetzt, also viele Ayurveda Mediziner würden jetzt anfangen mit
speaker-0: Ja, da kann man Chattarvari nehmen. Das ist indischer Spargel. Und der ist ja super, weil der hat ja Phytoestrogene. Und dann sind wir aber wieder im gleichen Kontext wie in der Schulmedizin auch. Wir versuchen, durch ein pflanzliches Östrogen was zu ersetzen, was dafür gedacht ist, nicht mehr da zu sein. Das von der Natur so gedacht. deswegen bin ich sogar kein Freund von vielen, vielen Tipps, die man irgendwie geben kann, sondern wirklich
speaker-0: Bei mir ist es immer die Frage von, wie kann ich aufhören, meinem Körper selber im Weg zu stehen sozusagen durch den Stress, den ich generiere, den ich unterbinden könnte und was kann ich tun, ihn besser zu unterstützen. Und da sind wir dann oft im Kontext von, wie du gesagt hast, sich auch Unterstützung holen. Wenn ich nicht weiß, was ich meinem Nervensystem Gutes tun kann, ja, dann gehe ich zu dir und lass mich von dir beraten. Wenn ich nicht weiß, was ich auf Ernährungsebene
speaker-0: eventuell gerade mache, was mir nicht gut tut oder was mir vielleicht besser tun würde, suche ich mir jemanden, der sich damit auskennt und das heißt nicht, dass man dann sofort, was weiß ich, wie viele teure Coachings bezahlen muss. Ich glaube, dass du unglaublich viel gutes Wissen in deinem Podcast weitergibst, genauso wie ich in meinem. Und dann fängt man an, Informationen zu sammeln. Und dann ist es eben wichtig, anstatt einfach das abzuarbeiten, was irgendwelche Experten da sagen, das auszupassen.
speaker-0: Was macht das mit mir? Wie verändert das mein System, wenn ich deinen Tipp, den du in der letzten Folge jetzt gegeben hast, zum Beispiel, wenn ich den Tipp umsetze und mit dem Ziel eben nicht die Wechseljahre wegzumachen oder mich wieder so zu machen, wie ich vorher gewesen bin, sondern wirklich einfach nur Energiehypothese mit diesem Ziel von, okay, ich will raus aus diesem Overload. Ich möchte mehr Energie kreieren für mein System.
speaker-0: damit es eben wieder in der Lage ist, Homostase zu betreiben, die Symptome wieder selber regulieren kann und mich nicht anschreien muss, damit ich irgendwas mache. ich glaube, das ist in dieser Phase das Wichtigste. Denn aus ayurvedischer Sicht, und da stehe ich auch aus westlicher Sicht zu, Wechseljahre sind keine Krankheit, sondern eine ganz normale Übergangsphase. Wir fangen ja auch nicht an, der Pubertät irgendwelche Hormone geben zu wollen, beziehungsweise Hormonunterdrücker, damit die Kinder
speaker-0: lieber nicht in diese Phase reingehen. Da akzeptieren wir das. Und warum fällt es uns so schwer, das zu akzeptieren, dass das eben eine andere Phase ist? Und wir brauchen einfach in diesem Wechsel die Unterstützung, dass wir da leichter durchgehen. Und das bedeutet nicht, dass ich generell gegen Hormontherapie bin. So sie denn indiziert ist, kann sie vorübergehende Unterstützung sein, weil sie uns mehr Kapazität bietet. Weil wenn jemand
speaker-0: überhaupt nicht mehr schlafen kann wegen Hitze, Wallungen und bekommt dann ein Progesteronflaster oder eine Creme oder irgendwas und kann plötzlich wieder schlafen. Dann hat diese Frau die Kapazität sich besser sich zu kümmern und dann sind Hormone völlig gerechtfertigt. Aber sie sollten eben nicht mit der Idee eingenommen werden. Dann kann ich weiter so funktionieren wie vorher. Das ist einfach wichtig.
speaker-1: Genau, das ist genau der Punkt. was ich auch nochmal betonen möchte, ich finde das schön, wie du diese Bereiche genannt hast, dass wir wirklich bei uns schauen müssen, was tut mir gut. Es wird ja von allen gesagt, du musst Krafttraining machen, in der Perimenopause, Krafttraining und Sport und so. Mir tut Sport gerade überhaupt nicht gut. Ich habe die letzten drei Monate fast keinen Sport gemacht und merke so, wenn ich meinen Kilometer gehe und danach ist gut. Ich mache so bisschen, irgendwie so ein bisschen was für die Arme, so ab und an mal, wenn ich merke, okay, es geht gerade.
speaker-1: Ich habe früher viel mehr wirklich Training gemacht oder was heißt trainieren, wirklich Krafttraining auch gemacht und merke gerade mein Körper will das gerade gar nicht. Der ist wirklich echt so. Ich gebe mir meine Tasse Tee und ich bin glücklich. Ein bisschen Yoga, bisschen Dehnen, ein bisschen atmen. Und ich glaube, das ist so wichtig, dass wir uns eben nicht, wie du auch vorhin selber gesagt hast, nur so dieses nicht verleiten lassen von irgendwelchen Tipps und Tricks bei Instagram und Co. Du musst jetzt das nehmen, dann geht das weg.
speaker-1: Also gerade du hattest die Bereiche, können wir noch mal sagen Bewegung war das, Ernährung, Ernährung ja genauso. Was ich esse mag für dich ganz schlecht sein oder andersrum. Also dass wir da uns eben nicht so dieses ja so übereinkammscheren lassen und für alle ist das jetzt gut. Beziehung genauso, es gibt verschiedene Beziehungstypen. Ich glaube, das ist ganz, ganz, ganz wichtig. Und ein Punkt, mir auch noch gekommen ist, jetzt gerade eben, als du so gesagt hast,
speaker-1: Ich gar nicht mehr, was du gesagt hattest, aber wo mir die Glaubenssätze dann auch kamen. Also bei mir ist es jetzt auch aktuell so gewesen, dass ich hab so meinen Anteil, weil ich muss perfekt sein und ich weiß genau, wo der herkommt aus meiner Kindheit und hab da dann auch viel gearbeitet und der kam jetzt aber noch mal in dieser Perimenopausephase. Vielleicht auch gerade dadurch, dass ich so low energy war, der dann so richtig hoch kam. Du musst jetzt aber leisten, du musst es jetzt schaffen. Total daneben gehauen. hab neulich wirklich heulend gesessen, wenn ich so gemerkt hab, wow, der
speaker-0: Und der hat nicht zu...
speaker-1: der macht mich zugrunde gerade, auf was ich von meinen Kindern verlange. das ist wirklich so fordernd, wo ich gemerkt habe, wow, also auch noch mal die Glaubenssätze gerade in dieser Phase scheinen die noch mal so so, wie, aufzusprießen. Also da auch noch mal an euch jetzt als Hörerinnen wirklich zu schauen. Wie kann ich mit diesen Glaubenssätzen umgehen? Wie kann ich sie?
speaker-1: transformieren, wie kann ich da dann arbeiten. Das war für mich jetzt wirklich noch mal Gold wert, einfach diese Arbeit und das Glauben, war wirklich zu sagen, ist mir jetzt sowas von egal, ob mein Sohn jetzt da in der Schule mitmacht oder nicht. Ich lasse das Thema jetzt einfach, es fällt jetzt einfach mal hinten runter und weder er noch ich muss jetzt perfekt sein. Und es war so richtig so, es hat so wirklich was gelöst und Leichtigkeit in die Familie gebracht, also das einfach auch wieder sehr individuell.
speaker-0: Das ist Grund, warum ich mich wirklich entschieden habe, einer Psychologin zu arbeiten, weil ich eben, weil meine Muster, also ich habe auch so ein Perfektionistenmuster, dass ich glaube, die meisten Menschen, irgendwann in der Selbstständigkeit landen, haben das auch, weil du musst ein Perfektionist sein und ein Leister, sonst schaffst du es einfach nicht. Aber bei mir war vor allem eben auch ein Muster da, das mehr in meiner Beziehung sich wieder gespiegelt hat, wo ich eben, also ich
speaker-0: permanent, man spricht da von vorn, ob das auch schon mal hochgekommen ist, bin deine Arbeit sicherlich hier vortragen. Also wo mein Nervensystem eigentlich permanent damit beschäftigt ist, das Nervensystem meines Partners zu regulieren, meine Bedürfnisse überhaupt keinen Raum haben. Ja und wie soll ich denn mich mich selber
speaker-0: in dieser Phase meines Lebens, wenn meine Bedürfnisse ja gar keinen Raum haben, weil ich muss ihn ja regulieren. Das heißt, ich habe jetzt wirklich über die letzten Monate und ich kannte dieses Muster, aber es war immer so, ja ja, ich habe anderes zu tun, ja ja und es störte mich ja auch nicht. Ich habe in letzten Monaten wirklich viel mit meiner Therapeutin und ihm daran gearbeitet an diesem Muster und muss halt wirklich sagen, danach natürlich auch andere Dinge, aber danach ist eben auch diese Vergugssymptomatik viel besser geworden, die ich hatte.
speaker-0: einfach, weil ich dann plötzlich hören konnte, was ich denn brauche. Und jetzt nicht. Ich höre mir überhaupt nicht mehr zu und ich ignoriere jetzt oder wie auch immer. Aber es war plötzlich einfach Raum dafür, da auch Bedürfnisse zu haben. Und erst dann kann ich mich auch gut mich kümmern, wenn ich meine Bedürfnisse überhaupt hören darf. Und wir schleppen alle diese Muster mit uns rum. Und ja, diese Phase ist eine Einladung, da nochmal hinzugucken.
speaker-0: Und auch da sollte man eigentlich sagen, ich mit meiner Arbeit hätte etwas auch selber auflösen können. Wir sind aber für uns selber betriebsblind. Gerade was das angeht und sich da wirklich Unterstützung zu holen, sagen, hey, okay, dieses Muster kostet wahnsinnig viel in der Energie. Wer kann mir dabei helfen?
speaker-1: Ja, total. Liebe Nadine, ich würde sagen, wir sind am Endladen gekommen. Ich möchte dich aber einladen. Also erstmal sage ich jetzt schonmal mega danke. Ich fand es total schön, total spannend. Und es gibt bestimmt einige, die gerne den Weg zu dir finden möchten und die sich jetzt fragen, also du hast einen wunderbaren Podcast, der auch ganz viel Nervensystemswissen erklärt. Sehr umfassend, nicht nur Nervensystem, auch mit Ayurveda.
speaker-1: Wie können die Menschen noch zu dir finden? würdest du? Es wird sowieso alles verlinkt. ihr findet alles im Show notes, aber vielleicht magst du noch etwas erklären, erzählen.
speaker-0: Ja, glaube, der tatsächlich leichteste und beste Weg zu mir ist meine kostenlose Community. The Space nennt die sich, wo eben im Endeffekt an meinem Wissen zusammenfließt, aber in einem sehr geschützten und gehaltenen Raum. du hast gerade schon oder deine Hörerin hier auch gehört.
speaker-0: Ich haue nicht mal eben irgendwelche Empfehlungen raus. Ich bin auch nicht diejenige, irgendwie mal eben so Praxis in alle Öffentlichkeit raushaut. So und jetzt regulieren wir unser Nervensystem, weil das für mich einfach so unendlich individuell ist und ich gesagt habe, okay, das kann ich eben wirklich nur, wenn ich einen sicheren Raum dafür geben kann.
speaker-0: Und darum gibt es eben das Space, wo man nicht wirklich ganz persönlich seine Fragen fragen kann, die eben einmal im Monat in einem wirklich meistens sehr langen und ausführlichen Video beantwortet werden, wo es immer mal wieder Praxis-Sessions gibt, wo aus allen, ich habe so viele verschiedene Kanäle, ich schreibe unglaublich gerne, das heißt, habe so einen Sub-Stack, nennt sich das so Kanal, wo ich wirklich lange Essays schreibe.
speaker-0: Ich habe einen YouTube-Kanal, wenn es da was Neues gibt, geht das da drauf. Das heißt also alles, ich so kreiere in meiner kleinen Bubble landet da. Und ich glaube, das ist die beste Zugangsforte einfach, eben nicht in die Sau und das finde ich eben auch ganz wichtig. Ich arbeite gerade mit einer Frau, die auch in der Perimeno-Pause ist. Und das, was wir als erstes gemacht haben, war, ihre Instagram-App zu löschen, weil sie gesagt hat, ich bin selber bei Instagram und ich liebe das, dass Menschen mir da folgen.
speaker-0: Aber weil sie wirklich gesagt hat, ich bin ununterbrochen, und das ist ein Konzept, das nenne ich Health Noise, ich bin ununterbrochen damit beschäftigt, nach irgendwelchen Accounts zu gucken, die mir sagen, wie es mir besser gehen kann, und ich mache mir nur Gedanken über meine Gesundheit, und ich bin unter Dauerstress, weil ich mich kümmern muss. Und für sie war das wirklich so unendlich wichtig, diesen unglaublich schnelllebigen Kanal loszuwerden, da eben Energie einzusparen.
speaker-0: Ich wollte halt was kreieren, was eben abseits von diesem sehr schnellen Kanal ist. weiß, du bist da ja auch nicht sehr aktiv, was auch sehr nervensystemkonform ist. Und deswegen ist, glaube ich, das Space ganz cool und wir packen, wie du gesagt hast, alles in die Show Notes, damit ich jetzt irgendwelche unglaublich langen Links aufzählen muss. genau.
speaker-1: Super, vielen, vielen herzlichen Dank. Liebe Nadine, dir wünsche ich alles, Gute auf deinem Weg durch die Perimeterpause.
speaker-0: So.
speaker-1: dass wir in die Weisheit und in die Energie zurückfinden. Genau, ich danke dir, wünsche dir alles Gute und allen Hörern wünsche ich auch einen guten Weg, wo auch immer ihr gerade steht und sage Tschüss, bis zum nächsten Mal.
speaker-0: Danke.
speaker-1: Das wurde schon aufgezeichnet, ne? Doch, hier.
speaker-0: Ich hab da...