Zurück zu dir!

Zurück zu dir!

Aus dem Überlebensmodus zurück ins Leben

Transkript

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00:00:00: Hör doch mal auf, dir so viel Stress zu machen. Du bist doch selber schuld dran, dass du jetzt hier im Burnout landest. Das war der Kommentar eines Partners, einer Klientin, die neulich zu mir kam und ziemlich schockiert darüber war und mich gefragt hat:Henriette, was soll ich denn tun? Und ich möchte diese Folge nicht nur dieser Klientin widmen, sondern all denen, die jetzt zuhören, das Gefühl haben, sie funktionieren nur noch.Sie stecken oder stehen kurz vorm Burnout und haben das Gefühl, da steckt auch sogar noch ein Schuldgefühl mit drin in diesem ganzen Paket. So dieses:Ich kann es halt nicht besser.Ja, ich mache mir so viel Stress, aber ich komme da auch nicht raus.Ich weiß auch nicht, wie es gehen soll. Darum geht es in dieser Folge.

00:00:42: Es soll eine kurze und knackige Folge werden.Und am Ende habe ich eine ganz, ganz, ganz besondere Einladung für dich, wenn du nicht noch ein Tool möchtest, um besser zu funktionieren, sondern um wirklich da den ersten Schritt zu gehen. Also bleib gerne dran bis zum Ende. Schön, dass du hier bist bei mir im Podcast „Zurück zu dir“.Ich spreche hier über all das, was uns Eltern beschäftigt, wie du deinen Weg aus der Erschöpfung und dem Überlebensmodus gehen kannst und dabei endlich wieder zurück zu dir findest. Das Ganze mit viel fundiertem Wissen und Gefühl und einer Menge konkreter Tipps für die Umsetzung.Und nun lehn dich zurück, atme einmal tief durch und entspann dich.

00:01:34: Wenn wir im Burnout sind, dann haben wir ganz oft das Gefühl, als hätten wir versagt, als wären wir nicht belastbar genug, als wären wir nicht organisiert genug, als wären wir nicht achtsam genug und würden nicht gut genug auf uns aufpassen. Wie es immer so schön heißt:Stress dich doch nicht so.Es ist doch so einfach.Mach doch mal einfach nicht so viel Stress. Burnout ist jedoch keine Charakterschwäche, kein Verhaltensproblem in dem Sinne.Es ist eine Nervensystemsreaktion. Burnout wird dem Freeze-Zustand zugeordnet.Das ist sozusagen der Zustand, wo alles runterfährt.Das ist diese tiefe, tiefe Erschöpfung und dieses Gefühl. Ich beschreibe das Bild mal so:Decke über den Kopf.Ich will nichts mehr hören, nichts mehr sehen.Lass mich doch einfach alle in Ruhe. Diese Starre, in der wir drinstecken, das ist Burnout. Gleichzeitig kann es aber auch sein, dass diese totale Erstarrung oder diese Phase der Starre sich abwechselt mit explosionsartigen Gefühlen, also wirklich Ausrastern. Das heißt, es ist so dieses krasse Hin und Her, wie so eine Zickzackkurve, wenn man das in so einer Fieberkurve beschreiben würde. Aber all das ist eine ganz normale, ich würde mal sagen, biologische Reaktion, die in deinem Körper geschieht.Und zwar auf zu viel, auf zu lange, fehlende Sicherheit, fehlende Orientierung. Und das bringt dich in die Erschöpfung.Das heißt, dein Nervensystem ist sozusagen im Dauerüberlebensmodus.Und irgendwann geht es nicht mehr.

00:03:11: Dein Nervensystem ist dafür gemacht, kurzfristig zu reagieren auf Gefahr, Energie zu mobilisieren, kurzfristig, um aus dieser Gefahr wieder herauszukommen. Aber wenn der Stress chronisch ist, also nicht nur einmal etwas passiert, wo du gestresst wirst und danach kommst du wieder in die Ruhe, sondern wenn dieser Stress andauernd ist, dauerhaft anhält – wie das eben bei Müttern, bei Vätern ist:Die Kinder schlafen schlecht.Es fehlt sowieso Schlaf.Es ist eine riesenlange To-do-Liste.Mental Load.Alle wollen was.Alle ziehen an einem. Die eigenen Bedürfnisse werden schon gar nicht mehr gefühlt oder gesehen.Und die eigenen Gefühle sowieso nicht. Chronisch ist es dann, wenn keine echte Entladung mehr möglich ist.Wenn diese Stressverarbeitung nicht mehr stattfindet. Der Körper produziert dann permanent Stresshormone, also dauerhaft Adrenalin und Cortisol, die auf Dauer ins System geschüttet werden. Und das bringt alles durcheinander.Ein ganz komplexer Hormonhaushalt gerät aus dem Gleichgewicht. Du kannst nicht mehr schlafen.Oder du schläfst, bist danach aber nicht erholter.Reizbarkeit.Wut.Emotionale Taubheit. Dieses starre Gefühl, dieser komplette Zusammenbruch.Der Shutdown, wie man ihn nennt.Schotten dicht.Es geht nichts mehr. Das heißt, es fehlt die Resilienz in unserem Körper, in unserem Nervensystem.

00:04:55: Und hier merkst du:Es ist keine Schuldfrage. Natürlich geht es um Entscheidungen in deinem Leben.Es geht um gesellschaftliche Entscheidungen, strukturelle Entscheidungen.Ja, das ist ein riesengroßes Thema, das ich hier einmal an die Seite stelle. Aber es geht nicht darum, dass du dir jetzt die Schuld gibst und sagst:Okay, ich muss halt einfach nur noch mehr ertragen.Ich muss noch leistungsfähiger sein.Ich muss halt besser funktionieren. Die anderen schaffen es ja auch. Nein.Ganz ehrlich: Du warst viel zu lange im Funktionsmodus.

00:05:31: Du hast vermutlich schon seit deiner frühesten Kindheit sehr funktioniert. Meine Theorie ist tatsächlich, dass diejenigen, die heute im Burnout landen, eigentlich schon als Kind burnout-prädestiniert waren. Bei mir war es so:Ich war als Teenager kurz vorm ersten Burnout, kurz vorm Abitur.Ich hatte damals schon alle Symptome eines Burnouts. Und danach in meinem Leben immer wieder.Ich bin mehrfach knapp daran vorbeigeschrammt. Ich hatte immer sehr viele physische Symptome.Ich habe ganz viel herumgedoktert mit Heilpraktikern und so weiter. Dazu mache ich auch noch eine eigene Podcastfolge zu Nahrungsergänzungsmitteln und Heilmethoden – wie sie helfen können oder eben auch nicht.

00:06:16: Ganz oft ist es diese frühe, zu große Verantwortungsübernahme.Stichwort People Pleasing. Wir müssen es allen recht machen.Wir müssen funktionieren, um geliebt zu werden. Diese hohe Anpassungsleistung.Fehlende Pausen.Fehlende Co-Regulation. Und dazu kommt der enorme gesellschaftliche Druck, alles unter einen Hut zu bekommen:Arbeit.Kinder.Haushalt.Alles. Und das ist einfach zu viel. Je älter du wirst, desto stärker reagiert der Körper.Irgendwann bricht dieses komplexe System zusammen. Dann kann dein Nervensystem dich nicht mehr schützen.

00:06:56: Diese Ratschläge wie:Du musst dich abgrenzen.Du musst positiver denken.Mach doch mal eine Pause.Stress dich doch nicht so.Trink noch einen Kaffee. Die bringen nichts. Ein überlastetes Nervensystem lässt sich nicht einfach überreden.Und schon gar nicht mit mentalen Methoden.

00:07:51: Was dein Nervensystem braucht – und jetzt noch viel, viel mehr – ist Sicherheit und Orientierung. Das sind zwei absolute Schlüsselbegriffe in der Nervensystemarbeit. Ein Nervensystem, das sich sicher fühlt und Orientierung hat, ist nicht dauerhaft gestresst. Und jetzt kommt ein ganz wichtiger Punkt:Es geht nicht um ein weiteres Tool, um besser zu funktionieren. Es geht darum, dass du deinen Körper zuerst in Sicherheit bringst. Erst dann kannst du klare Entscheidungen treffen, für dich einstehen, Grenzen setzen und sagen:So geht es hier nicht weiter.

00:09:55: Es geht nicht darum, dass du noch mehr leistest.Das hast du dein ganzes Leben lang getan. Es geht zurück zu dir. Zu verstehen, was dein Nervensystem braucht.Die Signale deines Körpers lesen zu lernen.Und klitzekleine, machbare Schritte zurück in die Sicherheit zu gehen.

00:10:21: Und genau deswegen lade ich dich ganz herzlich zu meiner Nervensystemswoche ein. Den Link findest du in den Shownotes.Wenn du diese Folge später hörst, trag dich trotzdem ein. Es geht um Selbstregulation, Co-Regulation, ein bisschen Wissen und ganz viel Körperpraxis.Es geht nicht nur ums Atmen und nicht ums Meditieren – das hilft jetzt oft nicht. Es geht darum, wirklich bei dir anzukommen. Es ist kostenlos.Ich freue mich auf dich. Mach es ganz, ganz gut.Und pass gut auf dich auf.

Über diesen Podcast

Ich bin Henriette Mathieu und helfe dir, deinen Weg aus Erschöpfung oder Mutter-Burnout zu finden.
Du lernst, dein Nervensystem zu regulieren, Eltern-Wut, Trigger und Glaubenssätze zu erkennen, um aus dem Überlebensmodus und People Pleasing herauszukommen.

Wir schauen auf dein Familiensystem und auf deine wichtigsten Beziehungen – früher und heute – und darauf, ob du überhaupt an deinem Platz stehst.
Solange wir unsere Muster aus der Kindheit nicht verstehen, geben wir sie weiter an unsere Kinder.

Ich bin zweifache Mutter und Bonusmutter, traumasensible Coachin und Heilpraktikerin für Psychotherapie i. A., Kongress-Speakerin und ehemalige Lehrerin.
Ich weiß, wie es sich anfühlt, im Dauerstress zu funktionieren und sich zu fragen: „Was stimmt nicht mit mir?“

Die Antwort ist: Du bist goldrichtig.
Dein Nervensystem ist aus verschiedenen Gründen im Dauer-Alarm und braucht Hilfe.

In diesem Podcast teile ich meine Reise und das, was mir geholfen hat:

Eltern-Wut verstehen – warum du so reagierst, wie du reagierst

Trigger und ihre tiefen Ursachen

Nervensystem und Stressreaktionen

Mutter- und Eltern-Burnout

Emotionale Überforderung im Familienalltag

Wut, Rückzug und Schuldgefühle

Selbst-Regulation statt Selbstkontrolle

Und: was du deinem Kind heute nicht mehr weitergeben musst

Du musst es nicht mehr allen recht machen!

"Zurück zu dir" ist eine Einladung, aus dem Autopiloten auszusteigen und Schritt für Schritt wieder in deinem Leben anzukommen – ohne Perfektionsdruck, ohne Schuldgefühle.

Abonniere gerne den Podcast! Lass uns die Welt etwas friedlicher gestalten!

Mehr über mich:
https://henriettemathieu.com

von und mit Henriette Mathieu

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