Aus dem Überlebensmodus zurück ins Leben
Kann Nervensystemarbeit wirklich Trauma heilen?
Kann die Arbeit am Nervensystem wirklich Trauma heilen – so wie es viele Influencer versprechen?
Und warum hast du vielleicht das Gefühl, dass du trotz vieler Übungen nicht wirklich „geheilt“ bist?
Und was ist eigentlich der Unterschied zwischen:
„Ich bin gerade sicher“und„Es ist vorbei“?
Genau darüber sprechen wir heute.
Nervensystemarbeit vs. Traumaarbeit – wo liegt der Unterschied?
Ich folge seit einiger Zeit einer großen Nervensystem-Influencerin.Ich habe unglaublich viel von ihr gelernt – tolle Tools, tolle Kurse, wirklich wertvoll.
Und gleichzeitig sagt sie immer wieder:Es braucht keine Traumatherapie. Es reicht, mit dem Nervensystem zu arbeiten.
Je mehr somatische Übungen wir machen, je länger wir sie machen, desto mehr lösen wir unsere Traumata auf.
Und ich frage mich:Wenn du merkst, da sind noch tiefe Ängste in dir – warum gehst du dann nicht direkt an die Wurzel?
Warum arbeitest du nicht mit dem kleinen Mädchen in dir, das diese Angst erlebt hat?
Denn Nervensystemübungen sind wunderschön.Sie helfen bei Burnout.Sie helfen bei Hypervigilanz.Sie helfen im Alltag mit Kindern.
Aber:Sie lösen nicht automatisch das zugrunde liegende Trauma.
Regulation ist nicht Heilung
Nervensystemübungen sind essenziell.Sie helfen dir:
runterzufahren
dich zu orientieren
weniger getriggert zu sein
deinen Alltag entspannter zu erleben
Aber sie sind kein Werkzeug zur Selbstoptimierung.Nicht, um noch besser in einem kranken System zu funktionieren.
Es geht nicht darum, leistungsfähiger zu werden.
Es geht darum, zurück zu dir zu kommen.
Und zurück zu dir kommst du nicht über Gedanken.Sondern über deinen Körper.
Bewusstsein vs. Unterbewusstsein
Nur etwa 5 % unseres Erlebens laufen bewusst ab.95 % liegen im Unterbewusstsein – im Nervensystem, im Körper gespeichert.
Deshalb reicht reine Mentalarbeit nicht aus.
Wir müssen „unten ran“.Dort, wo Erfahrungen abgespeichert sind.
Das Bild der Traumakapseln
Ich nutze gern das Bild einer Wunde.
Eine Nervensystemübung ist wie ein Pflaster.Sie schützt.Sie beruhigt.Sie stabilisiert.
Aber sie heilt nicht die Wunde selbst.
Unsere sogenannten „Traumakapseln“ – kleine und große unverarbeitete Erfahrungen – bleiben bestehen, wenn wir sie nicht bewusst anschauen.
Der entscheidende Unterschied: „Du bist sicher“ vs. „Es ist vorbei“
Und jetzt kommen wir zum Kern:
Nervensystemübungen sagen deinem Körper:„Du bist jetzt sicher.“
Traumaarbeit sagt deinem Körper:„Es ist vorbei.“
Das ist ein gewaltiger Unterschied.
Beides gehört zusammen.Nicht entweder oder.Sondern sowohl als auch.
Warum du trotz Regulation immer wieder getriggert wirst
Mit einem regulierten Nervensystem wirst du:
Trigger schneller erkennen
bewusster reagieren
Muster verstehen
Aber wenn die Ursache – das Trauma – nicht angeschaut wird,bleibt das Muster bestehen.
Zum Beispiel People Pleasing.
Du verstehst vielleicht:„Ah, ich bin wieder im Anpassungsmodus.“
Aber die Wurzel – das Bindungstrauma, die frühe Angst – bleibt unangetastet.
Nervensystemarbeit UND Traumaarbeit
Deshalb integriere ich beides.
Nervensystemarbeit.Traumaarbeit.Familiensystem.Aufstellungsimpulse.
Weil Trauma und Nervensystem untrennbar zusammengehören.
Einladung
Wenn dich das Thema interessiert:
Komm in meine kostenlose Nervensystemwoche.
Trag dich auf die Warteliste für meinen Nervensystemkurs ein.
Oder melde dich zu einem Klarheitsgespräch.
Und bitte:Mach die Übungen.Jeden Tag kleine Mikropausen.
Sie sind kein Pflaster zur Selbstoptimierung.Sondern ein Weg zurück zu dir.
Pass gut auf dich auf.Bis bald.