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Kinder als People Pleaser: Warum sie entstehen und was wir tun können
In dieser Folge von „Leuchtturm Mütter“ geht es um People Pleasing bei Kindern – und warum manche Kinder früh lernen, sich anzupassen, statt ihre eigenen Bedürfnisse auszudrücken. Du erfährst, wie People Pleasing und die Fawn Response entstehen, welche Rolle das Nervensystem spielt und wie du dein Kind darin stärken kannst, mutiger und authentischer zu werden.
Was bedeutet People Pleasing bei Kindern?
People Pleasing – auch als Fawn Response bekannt – ist keine Charakterschwäche.Es ist eine unbewusste Überlebensstrategie, die entsteht, wenn das Nervensystem des Kindes Unsicherheit wahrnimmt und meint, durch Anpassung, Hilfsbereitschaft oder Konfliktvermeidung am sichersten zu sein.
Viele People-Pleaser-Kinder wirken nach außen „brav“, unkompliziert und hilfsbereit. Innen drin stecken jedoch oft:
Angst vor Ablehnung
die Sorge, andere zu enttäuschen
innerer Stress wegen Perfektionismus
Überanpassung, um Kritik oder Spannung zu vermeiden
Gerade wenn Eltern selbst überfordert sind oder ein Geschwisterkind viel Aufmerksamkeit braucht, kann ein Kind unbewusst die „Harmonisierer-Rolle“ übernehmen.
Typische Anzeichen für People Pleasing bei Kindern
lässt anderen immer den Vortritt
entschuldigt sich häufig
meldet sich in der Schule nicht, obwohl es die Antwort weiß
stellt eigene Wünsche zurück
übernimmt Verantwortung für die Stimmung der Eltern
zeigt hohen Perfektionismus
Schüchternheit ist nicht gleich People Pleasing – entscheidend sind die inneren Gründe:Hat das Kind Angst, „Nein“ zu sagen? Fürchtet es Konflikte oder Unzufriedenheit?
Ursachen: Bindungstrauma, Familiendynamik und Nervensystem
Die Wurzel von People Pleasing liegt oft im Familiensystem.Kinder spüren die emotionale Lage ihrer Bezugspersonen – besonders, wenn Eltern unter Überforderung, Wutstress oder Mama Burnout leiden oder Schwierigkeiten mit der eigenen Wutregulation haben.
Häufige Ursachen:
unbewusste Parentifizierung
Bindungstrauma
Trigger und ungelöste Glaubenssätze der Eltern
ein dysreguliertes elterliches Nervensystem
Manche Kinder lernen:„Ich muss brav sein, damit Mama nicht traurig ist.“„Ich darf keine Probleme machen.“„Ich muss ausgleichen.“
Das prägt tief – emotional und körperlich.
Wie du dein Kind aus dem People Pleasing heraus begleiten kannst
Gefühle & Bedürfnisse ernst nehmen
Gefühle spiegeln und zulassen
„Nein“ des Kindes bestärken
Perfektionismus sanft entkräften
Entscheidungen stärken
kleine Entscheidungen abgeben
Mut loben, nicht Gehorsam
eigene Meinung würdigen
Grenzen & Verantwortung klar halten
dein Kind nicht für deine Gefühle verantwortlich machen
sagen: „Ich kümmere mich darum“
Konflikte der Eltern klar trennen
Koregulation & Sicherheit
regelmäßige Routinen
ein reguliertes Nervensystem der Eltern
klare Bindungssicherheit
Wutregulation & Selbstreflexion
Nur wenn du deine eigenen Trigger erkennst und lernst, dich zu regulieren, kann dein Kind lernen, Wut und Stress gesund zu verarbeiten.
Fazit
People Pleasing bei Kindern ist ein Schutzmechanismus – kein Problem des Kindes.Kinder werden sicher und frei, wenn sie lernen:
„Ich darf fühlen. Ich darf ‚Nein‘ sagen. Ich bin wertvoll – auch wenn ich niemanden glücklich mache.“
Je bewusster du mit deinen eigenen Triggern, deinem Nervensystem und alten Bindungsmustern umgehst, desto stärker wird dein Kind. Heilung wirkt immer nach innen und nach außen – auch für dein eigenes inneres Kind.
Wenn dich dieses Thema begleitet oder du Unterstützung möchtest: Schreib mir gern oder melde dich für ein Coaching. Ich helfe dir, People Pleasing, Mama Burnout und Nervensystemstress zu verstehen und zu transformieren.